Die 6. Münsteraner SkateNight

Falls jemand nicht weiß, was eine SkateNight ist: Dabei wir eine schöne Tour durch eine meist größere Stadt gemacht, während die Strecke von der Polizei soweit abgesichert wird, dass man gefahrlos auf der Straße fahren kann.

In der Studentenstadt Münster, ist das natürlich eines der vielen Events der Stadt, die man der Kategorie "Umsonst & Draußen" zurechnen kann. Obwohl das seit dem letzten Mal nicht mehr ganz stimmt. Da rund um so eine SkateNight, zu der schon mal um die 5000 Leute kommen können, natürlich eine Menge zu organisieren ist, enstehen auch Kosten. Ich gehe zu Beispiel nicht davon aus, das Polizei und Rettungsdienst dort völlig kostenlos mitmachen.

Daher finde ich es völlig legitim, das die Teilnehmer ab 16 Jahren nun ein Startgeld von 2 Euro zahlen sollen, zumal das recht lax gehandhabt wird. Wer zahlt bekommt ein Bändchen fürs Handgelenk, und kann in der Pause damit kleinere Werbegeschenke der Sponsoren gewinnen. Ich hab auch kein Problem damit, mit meinem Geld evtl einen Studenten durchzuziehen, der es vielleicht gerade mal nicht so flüssig hat.

Die Teilnehmerschar ist recht bunt gemischt. Den ältesten Teilnehmer vom letzten Freitag würde ich auf gut 60 schätzen, die jüngste, die ich gesehen habe war etwa 7 Jahre alt, und hat zu meinem erstaunen die ganze Strecke durchgehalten. Insgesamt also eine bunte studentenlastige Mischung. Hier mal auf der 2. Hälfte der 17 Kilometer langen Rundtour. Wir gehen gerade längsseits zum Aasee:

Und das waren noch lange nicht alle. Hinter mir dürften bereit 300 Meter voller Teilnehmer gewesen sein, und im Bild am Horizont biegen weiterhin Menschen in die Straße ein. So erfordert es schon mal ein wenig Geduld, wenn man als Autofahrer an einer Kreuzung steht und genau in diesem Moment der führende Polizeibulli mit Blaulicht vorweg fährt und einen Strom aus 4300 Menschen in richtig guter Stimmung hinter sich herzieht. Da kann man dann schon mal 15 Minuten an einer Ampel stehen. Mein Tipp: Motor aus, Fensterscheiben runter und die Stimmung genießen, denn es gibt auch immer wieder rollende Musikboxen wie diese hier in der Menge zu sehen.

Auch wenn ich es gerne etwas ruhiger mag, kann ich nichts anderes als einzugestehen, das dort jemand eine Menge Lebensfreude ausstrahlt. Oder wie es eine Frau sagte, die neben mir mit weit ausgesteckten Armen auf einer kleinen Abfahrt Geschwindigkeit aufnahm: "Huuuiiiii!"