Gelesen: Von Lichtwiese nach Dunkelstadt

Ich habe keine Ahnung mehr, wie ich auf dieses Buch gestoßen bin. Es gehörte jedoch zu den wenigen, die ich abgebrochen habe. Dabei ist es nicht mal schlecht.

Ich habe ja schon in der letzten Rezension vermutet, das ich Leseproben eigentlich nur sehr selten ausschlage, denn ich halte das für einen guten Weg aus seiner eigenen Filterblase hin und wieder mal auszubrechen. Vermutlich ist mir dieses Buch auch auf diesem Wege in die Hände geraten, denn es befindet sich nicht nur auf meinem Kindle, sondern ist auch auf Amazons Kindle-Seite in meiner Bibliothek aufgeführt. Damit steht zumindest schon mal fest, dass ich es dort herunter geladen habe.

Es ist ein Fantasy Buch. Zumindest im weitesten Sinne. Weit entfernt von der typischen Umgebung in der auch " Das erste Horn" spielt. Dort gibt es das klassische Setting mit Elfen und Kriegern mit mittelalterlichem Flair, hier gibt es zunächst mal eine Welt, in der auch wir selbst leben, und die wir mit dem Helden einem kleinen Jungen gemeinsam durchstreifen.

Dabei wird diese Welt sehr schnell immer skurriler. Sind wir am Anfang noch in Omis Garten lernen wir schon auf den ersten Seiten den ominösen "Chef" und seinen winzigen Helfer "Strom-Tom" kennen. Ruck-Zuck sind wir bei Strom-Klaus, Eisfrieda, Tante Hablieblieb und einer ganzen Armee von Robotern und technischem gerät mit ebenso merkwürdigen Bezeichnungen. Das ist dann auch so ungefähr die Grenze dessen, was ich mir als Leser zumuten lasse. Aber immerhin ist es noch auf der erträglichen Seite der Grenze.

Diese ist dann aber spätestens an der Stelle überschritten, als sich die Romanfiguren Gedanken über mich als Leser machen. Ich mag das nicht wirklich, und das einzige mal, als das für mich funktioniert hat war in Michael Endes Unendlicher Geschichte

Nach gut der Hälfte des Buches habe ich dann abgebrochen, und das ganze für mich in der Rubrik "Kinderbuch" abgelegt, als was es eventuell ja auch beworben wurde. Ich muss zugeben, meine zehnjährige Tochter könnte durchaus Spaß an der Geschichte haben. In diesem Alter spielt es noch keine Rolle, wenn die Handlung alleine dadurch weiter getrieben wird, das sich der Raum in dem sich die Protagonisten befinden einfach mal in eine komplett andere Welt bewegt, oder sich unter einem Sumpf eine Rutsche in die nächste Szene befindet.

Das Fazit: Für Kinder zwischen 8 und 14 bestimmt kurzweilig. Für mich war's nichts.