Operation Stromsparen

2012 war das Jahr der Stromerhöhungen, und auch wenn ein Teil der Kosten dem Ausbau der erneuerbaren Energien dient, kann es nie schaden, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Daher habe ich mir schon jetzt (kurz nach dem Erhalt der Stromrechnung) den Vorsatz fürs neue Jahr gefasst. Es wird gespart. Bei unserem Stromanbieter, der Stadtwerke Krefeld, fühle ich mich derzeit ganz gut aufgehoben. Nach einer eher moderaten Preiserhöhung im April habe ich jetzt bis zum April 2014 erst einmal Ruhe vor weiteren Stromerhöhungen

Der Ist-Zustand

Laut der letzten Abrechnung zum 1.November haben wir im vergangenen Jahr 4268 kWh verbraucht. Wir, das sind Vater, Mutter und ein 10jähriges Kind, in einem Einfamilienhaus mit knapp 115qm Wohnfläche. Geheizt wird mit Gas, und einem kleinen Schwedenofen. Laut dem Bundesamt für Statistik liegen wir mit unserem Verbrauch bereits in einem sehr hohen Bereich für eine 3-köpfige Familie.

Bisher haben wir aber auch noch nicht besonders viel in Richtung Strom sparen getan. Anfang des Jahres lief der PC im Arbeitszimmer Beispielsweise noch rund um die Uhr, da er mir als Mailserver diente. Mittlerweile ist all dies auf einen Server bei einem Hoster verlegt worden, und der Rechner ist nur noch eingeschaltet, wenn er benötigt wird.

Energiesparlampen haben wir nur vereinzelt im Einsatz, wohl auch, weil wir uns recht früh damit beschäftigt haben, als diese Leuchtmmittel noch wirklich teuer, giftig und mit einem kalten Licht "gesegnet" waren. Und dann gibt es da noch den ein oder anderen Großverbraucher im Haushalt, wie etwa ein alter Kühlschrank, oder ein uralter Rasenmäher.

Der Soll Zustand

Traumziel wäre eine Verringerung des Stromverbrauchs um etwa ein Drittel, aber ich vermute, das wird durchaus größere Investitionen benötigen. Das erste, in meinen Augen erreichbare Ziel wäre eine Senkung von den bekannten 4268 kWh (ca. 11,7 kWh / Tag) auf 3650 kWh (10 kWh / Tag). Damit lägen wir dann nur knapp unter dem Verbrauch einer 3-köpfigen Musterfamilie.

Der Weg

Den Dezember werde ich dazu nutzen zunächst einmal Bestandsaufnahme zu machen. Welche Verbraucher gibt es in unserem Haushalt, und mit welchem Anteil gehen sie in den Gesamtverbrauch ein. Im wesentlichen rechne ich mit drei Klassen von Verbrauchern.

Grundlast

Unter diesem Begriff werde ich alles zusammenfassen, was nicht abzuschalten ist, also z.B. Kühlschrank oder Gefriertruhe, aber auch die Standbylast von Geräten, die eigentlich schon aus sind, das ist mehr als man meinen sollte.

Bedarfslast

Gerate, die je nach Bedarf ein, und auch wieder ausgeschaltet werden, und unterhalb 500 Watt Leistung aufnehmen

Schwerlast

Geräte die halbwegs regelmäßig laufen und oberhalb 500 Watt Leistung aufnehmen.

Diese Verbraucherklassen benötigen in meinen Augen verschiedene Ansätze, die auch deutlich unterschiedliche Kosten verursachen.

Mehr zur Bestandsaufnahme gibts im nächsten Teil.