Serverumzug

Die Pfingsttage boten die Gelegenheit den lange aufgeschobenen Umzug des Blog-Servers endlich mal in Angriff zu nehmen, und es war deutlich leichter als gedacht

Eigentlich hatte ich das ganze ja nur als Update von Debian 5.0 auf die Version 6.0 geplant. Ich war mir nur nicht sicher, ob ich das wirklich glatt, und ohne große Serverausfallzeiten hin bekommen. Also habe ich mich für die Weichei-Variante entschieden und einfach einen neuen Server gemietet, und den alten nach dem Umzug gekündigt. Das hatte zusätzlich noch den Charme von deutlich mehr Plattenplatz und Arbeitsspeicher. Die Server haben sich eben auch im Preis-Leistungsverhältnis in den letzten Jahren weiterentwickelt. Zudem hatte ich während des Umzugs sowohl das alte als auch das neue System im Zugriff. Das erspart das gesonderte Backup.

Als der neue Server dann Online war hab ich als erstes mit

code. rake deploy

mein Blog wieder hoch geladen, welches dadurch nach nur wenigen Minuten wieder voll einsatzfähig war. In diesen Momenten bin ich immer wieder froh mit Nanoc einen datenbanklosen Weg zum Bloggen eingeschlagen zu haben.

Als nächstes war der Mailserver dran. Postfix, procmail, getmail und dovecot waren schnell aus den Debian Repositories installiert, und das Maildir mittels scp einfach vom alten auf den neuen Server kopiert. Für das Konfigurieren habe ich mein geliebtes Beyond Compare angeworfen. Wer das noch nicht kennt, und unter Linux noch kein wirklich exzellentes Diff- und Mergetool gefunden hat, dem sei dieses Programm wirklich ans Herz gelegt. Es ist jeden Cent des Kaufpreises in Gold wert.

Ich habe einfach die /etc Verzeichnisse beider Server ins Diff genommen und so alle Einstellungen von einem auf den anderen Server übertragen.

Schnell noch die Git Repositories kopiert, und schon hatte der neue Rechner seinen alten Kollegen abgelöst. Der komplette Aufwand war in zwei Stunden erledigt, und damit so schnell, dass ich auch gleich noch den bytenautic.de Server abgelöst habe. Das war im Prinzip sowieso nur ein weiteres Nanoc-Blog, welches hauptsächlich den Ohrkrampf Podcast ausliefert. Da die offizielle Feed-Adresse aber über Feedburner umgeleitet wird, brauchte ich nur dort den Speicherort anpassen, und ein paar Feedinterne Links umdengeln. Eine Stunde später wurde auch der bytenautic.de Server heruntergefahren.

Insgesamt war das also ein mehr als erfreulich leichter Umzug. Ich bin mal wieder in meiner Meinung bestärkt, das es immer noch der beste Weg ist, so viel wie möglich in lesbaren Textdateien zu machen, Dann reichen auch einfachste Linux Bordmittel.