Meine Wahl für das Papertrail Pojekt: Das X17 System

Papertrail Bild: Papertrail - Bestimmte Rechte vorbehalten: Andreas Drop (cc-by 3.0)

Mittlerweile ist mein Kalender eingetroffen, und das Projekt “Papertrail” kann weiter gehen. Im Gegensatz zum bisherigen Plan habe ich aber das Calendar Bundle von LaTeX als Helfer wieder verworfen.

Es druckte zwar hervorragende Kalenderblätter, aber jedes Blatt musste einzeln gefalten werden, um so den doppelseitigen Druck zu erreichen. Das spart dann ganz genau 0 Papier und das Ergebnis ist auch noch doppelt so dick wie es sein müsste. Außerdem ist mir beim nachdenken noch ein weiterer Grund eingefallen, der mir das einheften von Notizen in Ringbuchkalender so schwer macht – der Locher.

Ein Locher gehört ja normalerweise nicht zu meinem Sammelsurium von Dingen, die ich so dabei habe, und einen Zettel quasi auf den Ringen “aufzuspießen” sieht unsauber aus und erschwert ab da dann dauernd das umblättern.

Ich habe mich also mal umgesehen, ob jemand das Problem schon gelöst hat, und siehe da, die Hersteller des “X17” Systems haben genau das getan.
Bei diesem System werden quasi bis zu 4 Hefte (stellt euch ein Din A5 Schulheft vor) einfach in einen Umschlag geheftet, indem sie unter jeweils einen Gummiring geschoben werden. Noch einfacher dürfte es nicht mehr gehen.

Für mich hat das sofort zwei Vorteile:

  1. Ich brauche keinen Locher
  2. Mein Heft besteht einfach aus einer Handvoll A4 Blättern, die ich in der Mitte falte und dann den Rand bündig abschneide

Der letzte Schritt ist nötig, weil ein Stapel gefalteter Blätter sonst einen leicht keilförmigen Außenrand bildet.

Auf diese Art habe ich mir am Wochenende mein Adressbuch ausgedruckt. Die Quelle dafür ist das abook Adressbuch. Das dazugehörige Skript, welches mir aus den Adressbuchdaten ein PDF mit einer Seite pro Anfangsbuchstabe erstellt, liegt ab heute Abend auf Github in meinem Papertrail Repository. Es heisst abook2pdf (Lies: ABook to PDF).

Um das Skript auszuführen benötigt man die Python-Libraries von reportlab um mit Python PDFs zu erzeugen. Das Teil ist so genial, dass ich das Calendar Bundle von LaTeX nicht mehr benutzen werde, und auch den Kalender damit drucken will.

Die TeX Datei booklet.tex im selben Repository macht aus dieser Datei ein Booklet, welches dann doppelseitig ausgedruckt nur noch in der Mitte an der Linie gefalten und beschnitten werden muß, und schon kann ich es einfach unters Gummiband schieben und durchblättern.

In diesem Adressbuch habe ich nun alle Adressen, Telefonnummern und auch Mail-Adressen, so das ich die entsprechenden Online-Datenbestände bei Google und Co gelöscht habe.

Liebe NSA, man liest sich nicht mehr. Liebe Freunde: Von mir haben sie eure neue Adresse zumindest nicht.