Bardic in der Schuhfabrik Ahlen

Die Schuhfabrik in Ahlen ist ja schon deshalb immer einen Ausflug wert, weil sie einen Kneipenbummel auch für Menschen ohne dicken Geldbeutel erschwinglich macht. Die Preise sind echt günstig , und selbst das Konzert war mit 8 Euro im Vorverkauf und 10 Euro an der Abendkasse ein echtes Schnäppchen. Geboten wurden nämlich inklusive der Zugaben knapp 3 Stunden feinste handgemachte Musik.

Bardic sind ein Duo bestehend aus Gitarre (Eddie Arndt) und Violine (Sarah-Jane Himmelsbach), die musikalisch hervorragend harmonieren und interagieren, obwohl sie ansonsten doch sehr unterschiedlich daherkommen. Eddie neigt zu ausschweifenden, ja nahezu epischen Beschreibungen der Handlung jedes einzelnen Liedes bevor auch nur der erste Ton erklingt, während Sarah Jane nur sehr selten etwas sagt, und eher mimisch die Monologe ihres Gitarristen kommentiert.

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Wenn die beiden dann jedoch mal zum Lied kommen (obwohl das Publikum die Monologe durchaus als Teil des Programms zu schätzen weiss) knistert die Luft.
Eddies Stimme (die klingt, als wäre er es gewohnt Bootsjungen quer durch einen Sturm zur Ordnung zu rufen) gibt den Weg vor, und die Violine tollt im besten Sinne darauf herum. Mal übernimmt sie kurz die Führung, um dann unauffällig ins den Refrain einzustimmen . Sie schmeichelt sich an die Melodie an, um ebenso unmittelbar den Konterpart zu übernehmen. Bei den beiden treffen solides musikalisches Handwerk und hohe Kunst in stetig wechselnden Rollen aufeinander.

Und so ganz nebenbei übernehmen sie in der Pause noch ihren eigenen CD-Verkauf, bei dem wir diesmal nur deswegen nicht zugeschlagen haben, weil wir bereits alle CDs besitzen.

Sollten Bardic also mal in eure Gegend kommen: Hin! Sofort!