Der Klampfinator

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Bild: Klampfinator Elektronik - Bestimmte Rechte vorbehalten: Andy Drop (cc-by 3.0)

Der Klampfinator ist ein Projekt, das ich schon eine ganze Weile mit mir herumschleppe, aber mir fehlte immer die Idee, wie ich es am besten umsetzen könnte. Im Grunde geht es dabei um folgendes:

Ich möchte Lieder am Lagerfeuer mit der Gitarre begleiten können. Das Problem ist jedoch, das ich nicht Gitarre spielen kann. Ich bekomme die Koordination dieser unübersichtlich vielen Finger an einer unüberschaubaren Anzahl von Händen einfach nicht hin.

Da ich aber programmieren kann kam mir die Idee das Gezupfe und das greifen der passenden Akkorde an einen Computer zu deligieren. Das ganze sollte dann noch tragbar und lagerfeuertaglich sein, und es mir erlauben ein paar Lieder aus der Mundorgel zu schrammeln.

Der Computer der das ganze übernimmt muß also am besten in die Gitarre passen und einfach zu programmieren sein. Meine Wahl fiel auf einen Arduino Uno, der im Bild leider vom Fluxamasynth Shield verdeckt wird. Die beiden Platinen sind in der Gitarre übereinander gestapelt, und haben im Original etwa die Größe einer Scheckkarte

Das Fluxamasynth Shield wird einfach (eben wie ein Schild) auf den Arduino aufgesteckt und ist für sich betrachtet ein kleiner Synthesizer, der in der Tonqualität ziemlich genau einer Soundblaster 16 Karte entspricht.

Die 6 Saiten der Gitarre werden durch 6 Kanäle dargestellt, wodurch ich sie sowohl einzeln in der Lautstärke regeln kann, als auch vorgene kann, das die ersten 3 Kanäle Stahlsaiten und die letzten 3 Kanäle Nylonsaiten sein sollen.

Mit ein wenig Gefühl was das Timing der einzelnen Kanäle angeht kann man dadurch schon recht nah an den Originalklang einer Gitarre kommen. Der Einbau in einen Original Gitarrenkorpus hilft auch ein wenig.

Im Laufe der Woche kommt hier noch eine Menge an Drehpotentiometern, Köpfen, Schaltern und Buchsen an, mit denen ich dann Lautstärke, Tempo des Arpeggiators (der sie Hauptprogrammierarbeit darstellt) und andere Parameter einstellen kann. Es sollen auch ein paar Sensoren rein, die etwa die Beschleunigung und den Neigungswinkel messen, damit ich so analog wie es eben geht in den Klang eingreifen kann, damit das Endergebnis etwas mehr nach “handgemachter Musik” klingt.

Auch wenn die Elektronik theoretisch dazu in der Lage wäre ganz Songs selbstständig zu spielen, sool das Ergebnis immer noch ein Instrument sein, mit dem man auch einfach zur Entspannung vor sich hin klimpern kann.

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